Bürgercafé zum Bürgerrat Hitzeschutz Marzahn-Nord: Hälfte der Empfehlungen schafft es in die Einwohnerbefragung!

26. Feburar 2026

 

Meine Hausgemeinschaft war schon fast neidisch und hätte auch gern mitgemacht“ – so äußerte sich eine Teilnehmerin des Bürgerrates Marzahn-Nord zum Thema Hitzeschutz am Wochenende. Im Rahmen eines offenen Bürgercafés, das die Bürgerinitiative Demokratie, Gerechtigkeit, Bürgerräte Marzahn-Hellersdorf organisierte, tauschten sich am Samstag Teilnehmende mit Vertertern der Bezirksverordnetenversammlung, des Bezirksamts sowie mit interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern aus. Auch Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU) war anwesend – und informierte zur anstehenden Einwohnerbefragung und dem weiteren Ablauf. Neben viel Lob für den Ablauf des Bürgerrates gab es auch Sorgen, inwiefern die Maßnahmen letztendlich umgesetzt werden.

Teilnehmende des Bürgerrates: Lob für den Bürgerrat, Bedenken bei der Umsetzung

Zu Beginn der Veranstaltung berichteten Teilnehmende von ihrer Erfahrung im Bürgerrat. Viele äußerten dabei, dass es trotz Unterschiedlichkeit aus ihrer Sicht überraschend viel Einigkeit beim Thema Hitzeschutz gab. Lob gab es außerdem für den Ablauf und insbesondere für die Fachvorträge, die während der Bürgerräte als Input für die Teilnehmenden dienten: „Ich habe mich vorher mit Hitzeschutz überhaupt nicht beschäftigt, fand das aber trotzdem sehr spannend“, so eine Teilnehmerin. Für die Phasen der Gruppenarbeit während der Sitzungen, in denen konkrete Empfehlungen entwickelt wurden, hätte aus Sicht einiger Mitglieder jedoch mehr Zeit zur Verfügung stehen können.


"Ich habe mich [im Bürgerrat] extra zurückgehalten, weil ich sehr viel reden kann - und habe mich so gefreut, dass das, was in meinem Kopf herumschwirrt, auch bei den anderen da ist!" eine Teilnehmerin des Bürgerrates 


 

Kritisch äußerten sich die Teilnehmenden vor allem in Hinblick auf die anstehende Umsetzung der erarbeiteten Empfehlungen: Der Bürgerrat sei eventuell „zu langwierig“, bis tatsächlich etwas passiere. Mit Blick auf die vom Bezirksamt zur Verfügung gestellten 100.000 Euro für den Hitzeschutz im Bezirk wurden ebenfalls Bedenken geäußert: Es bestehe die Gefahr, dass das Geld auf zu viele Maßnahmen aufgeteilt werden könne – und am Ende keinen nennenswerten Effekt habe. Eine konkrete Summe sei jedoch trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung und „besser als nichts“.

Bezirksbürgermeisterin Zivkovic: Freude über das Engagement im Bezirk, Einwohnerbefragung als wichtiger nächster Schritt

Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic nahm das Bürgergutachten von den Teilnehmenden entgegen und lobte deren Engagement. In Hinblick auf die im April anstehende Einwohnerbefragung im Bezirk kündigte sie an, dass es knapp die Hälfte der 28 erarbeiteten Empfehlungen es in die Einwohnerbefragung geschafft hätten. Damit können im nächsten Schritt alle Wahlberechtigten im Bezirk abstimmen, welche Maßnahmen aus ihrer Sicht umgesetzt werden sollen. „Jetzt müssen wir schauen, was dabei herauskommt“ sagte Zivkovic zum Abschluss.


Ich glaube, Bürgerräte sind ein gutes Mittel, um den Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu machen, dass ihre Stimme zählt, und dass sie durchaus etwas bewirken können. Deshalb kann ich das nur empfehlen.“ Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic


Am Ende des Bürgercafés zog auch Raiko Hannemann, Mitbegründer der Bürgerinitiative Demokratie, Gerechtigkeit, Bürgerräte Marzahn-Hellersdorf, Bilanz: „Das war historisch der erste Bürgerrat in der Geschichte des Bezirks. Ich bin sehr zufrieden, wie das gelaufen ist.“ Ginge es nach ihm, dürfte es nun gern regelmäßig Bürgerräte geben – sowohl im Bezirk, als auch in ganz Berlin. Mehrere Teilnehmende möchten in jedem Fall künftig in Kontakt und „am Thema dran bleiben.“ Bei einer nochmaligen Einladung war sich der Großteil dann auch einig: Sie würden wieder mitmachen!

 

Für Interviewanfragen und Bildmaterial wenden Sie sich gern an:

Sascha Boden und Rabea Koss: presse@klimatrifftkommune.de, +49 15771431998

Pressemitteilungen

Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf: "Bürgerrat in Marzahn-Nord übergibt Empfehlungen zum Hitzeschutz an das Bezirksamt", 26.02.2026

 

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