Für ein klimaangepasstes Pinneberg: Bürgerrat übergibt Empfehlungen an die Ratsversammlung!

Als letzte Kommune im Modellprojekt hat Pinneberg seinen Bürgerrat beendet. 15 Empfehlungen wurden gestern durch Teilnehmende des Zufallsgremiums an die Ratsversammlung übergeben.

9. Oktober 2026

 

Nach Osterburg, Marzahn und Flensburg war es gestern auch in Pinneberg soweit: Die 15 Empfehlungen des Bürgerrates wurden offiziell in Form eines Bürgergutachtens an die Ratsversammlung übergeben. Das Gutachten erhält neben den Empfehlungen auch umfassende Informationen zu Ablauf und Hintergrund des Bürgerrates (hier herunterladen). Teilnehmende des Bürgerrates überreichten das Gutachten an Bürgermeister Thomas Voerste und den stellvertretenden Bürgervorsteher Gerhard Hüls. Vertretende aller Fraktionen dankten dem Bürgerrat anschließend für sein Engagement.

Nach vier Sitzungstagen im September, an denen der Bürgerrat an seinem Maßnahmenkatalog gearbeitet hatte, ist mit der Übergabe der nächste wichtige Schritt gemacht. Das Gutachten enthält neben den Empfehlungen selbst auch 9 Ziele, die die Stadt im Rahmen der Klimaanpassung besonders beachten soll, sowie 9 Vorschläge für einen möglichen Bürgerentscheid. Dieser könnte – wie in Flensburg – parallel zur Landtagswahl in 2027 in Schleswig-Holstein stattfinden. Zunächst aber muss die Stadt nun die Vorschläge fachlich und juristisch prüfen. Die finale Entscheidung darüber, ob ein Bürgerentscheid stattfindet, liegt bei der Ratsversammlung.

 

“Der Bürgerrat hat bewiesen, wie gelebte und partizipative Demokratie in unserer Stadt funktionieren kann. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und freue mich, dass wir mit dem Bürgergutachten nunmehr das Ergebnis der intensiven und konstruktiven Debatten vorliegen haben. Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist eines der drängendsten Themen unserer Zeit, daher ist es wichtig möglichst viele Menschen daran zu beteiligen. Dank des Bürgerrats liegen uns weitere Vorschläge und Ideen vor, um Pinneberg in diesem Bereich weiter voranzubringen.”
 

– Bürgermeister Thomas Voerste

 

 

“Im Namen der Politik danke ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bürgerrats herzlich für ihr Engagement und die Zeit, die sie sich genommen haben. Wenn Bürgerinnen und Bürger lösungsorientiert und ohne ideologische Scheuklappen zusammenkommen, entstehen vielfältige und spannende Ideen für die Zukunft Pinnebergs. Die Empfehlungen des Bürgerrates geben uns wertvolle Impulse für den Schutz unserer Stadt vor Hitze und Starkregen. Ich freue mich auf das weitere Verfahren bis hin zu einem möglichen Bürgerentscheid.”
 

– stellvertretender Bürgervorsteher Gerhard Hüls

Rückenwind für die Klimaanpassung in Pinneberg

Die Empfehlungen der Teilnehmenden befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten der Klimaanpassung: Neben Themen rund um Verschattung von öffentlichen Plätzen, mehr Begrünung und Entsiegelung spielen u. a. die Schaffung von Speicher- und Rückhaltebecken, bessere Bildung im Bereich Klimaanpassung und klimangepasste Bushaltestellen eine Rolle. Mit den Empfehlungen bestärkt der Bürgerrat die Stadt damit auch in ihren Plänen für ein Klimaanpassungskonzept, das derzeit von Fachbüros erstellt wird.

Über Klima trifft Kommune

Der Pinneberger Bürgerrat tagte im Rahmen des Modellprojekts „Klima trifft Kommune" der Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V. und Mehr Demokratie e.V. Das Projekt erprobt neue Wege demokratischer Beteiligung für den kommunalen Klimaschutz – im Zusammenspiel aus ausgelostem Bürgerrat und verbindlichem Referendum. Es wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung und der Deutschen Postcode Lotterie. Weitere teilnehmende Kommunen sind Osterburg (Altmark), Flensburg sowie der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Weitere Informationen: www.klimatrifftkommune.de.

Für Interviewanfragen und Bildmaterial wenden Sie sich gern an:

Rabea Koss, Ko-Projektleitung "Klima trifft Kommune"
presse@klimatrifftkommune.de
+49 15771431998

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